Erste Rückmeldungen über die neue Gesundheitskarte
Im Oktober 2011 wird die neue elektronische Gesundheitskarte eingeführt, die die Kommunikation zwischen Patient, Arzt, Apotheke und Krankenkasse erleichtern und Papierkram beseitigen soll.
Denn neben Grunddaten, wie Name, Anschrift und Geburtsdatum, enthält die Karte auch freiwillige Angaben, z.B. persönliche Notfallnummern oder verschrieben Rezepte, um sich die Medikamente ganz ohne Papier in der Apotheke holen oder sich beim Beckenbodentraining in Berlin anmelden zu können. Doch trotz der baldigen Einführung, die zwar noch nicht alle Patienten auf einmal betrifft, sind die Meinungen geteilt. Viele Rückmeldungen sind positiv, da die Patienten hoffen, dass die Wartezeiten in Arztpraxen dann nicht mehr so lange dauern, sie an der Apotheke gleich das bekommen, was sie brauchen und sich die allgemeine Kommunikation zwischen den jeweiligen Instanzen erleichtern.
Doch viele stehen den neuen Karten auch sehr kritisch gegenüber, da sie Angst um ihre persönlichen Daten haben. Hohe Sicherheitsvorkehrungen und das Lichtbild, das auf die Karte des jeweiligen Patienten gedruckt wird, reichen nicht aus, diese Angst auszublenden. Die Menschen fühlen sich immer mehr wie eine Nummer und wollen doch nur behandelt werden. Dennoch hilft alles nichts, da die Durchsetzung der neuen Karte bereits geplant ist und jeder nach und nach über sie verfügen wird. Letztendlich sieht sie von außen nicht großartig anders aus, sodass viele Skeptiker schnell wieder Ruhe geben werden. Probleme könnten dann eher noch die Arztpraxen haben, wenn sie die neuen Lesegeräte nicht bis September bestellt haben. Denn dann erhalten sie keine Kostenpauschalen eGK mehr. Zudem müssen sich die Mitarbeiter erst an die neue Technik und den veränderten Umgang mit Rezepten, Überweisungen und Co anfreunden. Es wird sich zeigen, wie der Start der Karte anläuft.
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